Drei Preise für Zentralschweizer Filme in Winterthur

Zwei lobende Erwähnungen und ein Post-Produktions-Preis für Zentralschweizer Filme an den Kurzfilmtagen Winterthur

Justin Stoneham erhielt von der Jury eine lobende Erwähnung und eine schöne Laudatio für seinen schon zweifach preisgekrönten Film «Rewind Forward» Die Jury meinte «Das Resultat zeugt von der Fähigkeit des Films, eine heilende Wirkung auf seine Protagonisten und Schöpfer auszuüben.»
Am Filmschulentag erhielt «Travelogue Tel Aviv» von Samuel Patthey Bachelorfilm der Hochschule Luzern - Design & Kunst, Animation) ebenfalls eine lobende Erwähnung.
Corina Schwingruber Ilić gewinnt den Postproduktions-Preis für ihren nächsten Kurzfilm «The Cruise – Eine visuelle Reise in die inszenierte Welt der schwimmenden Massenabfertigung»
Alle Preise sind hier:
Winterthur2017_Gewinner

3 Zentralschweizer Filme auf Oscar Kurs

Drei Zentralschweizer Filme im Oscar-Fieber:
Drei von sechs Schweizer Filmen, welche im Oscar-Rennen stehen kommen aus der Zentralschweiz: «En La Boca» (Matteo Gariglio), Kategorie Documentary Short Subject, «Bei Wind und Wetter» (Remo Scherrer, Animation HSLU) Kategorie Animated Short Film und «Die göttliche Ordnung - The Divine Order» (Produktion Zodiac Pictures, Reto Schärli) Kategorie: Foreign Language Film.
Die Filmschaffenden haben am Weekend in Los Angeles ihre Filme präsentiert, mit Unterstützung von SWISS FILMS, dem Schweizerischen Generalkonsulat in L.A. und dem Goethe Institut, und dabei schon mal Oscar-Luft geschnuppert. Wir drücken die Daumen für die Short-List!


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Innerschweizer Filmpreis

Die erste Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises ging am Wochenende vom 4./5. März erfolgreich über die Bühne
Alle Informationen und Bilder auf der Website:
www.innerschweizerfilmpreis.ch

Gruppenbild

Nachruf Roman Heer

Ein grosses Herz muss kein starkes sein.
Zum Abschied von Roman Heer (1961-2016)

Als ich Roman Heer zum ersten Mal begegnete, arbeitete ich als Journalist beim Regionalfernsehen Rüsler TV, das nicht viel mehr war als eine Bildschirmzeitung und erst ein paar Jahre später als Tele M1 Karriere machte. Doch wir wollten dem Baby auf die Sprünge helfen und suchten einen Kameramann mit Erfahrung. Als Mitarbeiter des Schweizer Fernsehens und des European Business Channels brachte Roman das nötige Know-how mit, vor allem aber hatte Freude daran, mit kleinem Budget etwas zu bewirken.
Roman war gleich Feuer und Flamme. Und obwohl er uns haushoch überlegen war, behandelte er uns nicht als Amateure, sondern nahm uns ernst und machte uns zum Team. Nun lernten die Bilder beim unbedeutenden Sender tatsächlich laufen, und die Technik wurde soweit auf Vordermann gebracht, dass sie den Namen Technik allmählich verdiente.
Während dieser Zeit wurde Roman, der damals noch in Kriens wohnte, zu meinem temporären Untermieter. Wir waren oft zusammen auf Reportage, verbrachten lange Tage und Abende am (damals noch analogen) Schnittpult und philosophierten nächtelang über Gott und die Welt. Egal, wohin es mich später verschlug, der Kontakt zu ihm brach nie ab. Wenn immer möglich, realisierten wir auch in den folgenden Jahren gemeinsam Projekte; das nächste wollten wir eben in Angriff nehmen.
Roman war ein leidenschaftlicher «Broadcaster». Dabei ging er auch körperlich an seine Grenzen. Meist war er nach einem Dreh schweissgebadet und arbeitete bis zum Umfallen in seinem «Visualizer»-Studio in Luzern. Mehrere der Produktionen, an denen er beteiligt war, wurden ausgezeichnet. Doch Auszeichnungen bezog er selten auf sich, und trotz seiner grossen Erfahrung wurde er das Gefühl nie los, nicht zu genügen.
Dass er sich selber immer zurücknahm und ein Leben lang bescheiden auftrat, hat wohl auch mit seiner Geschichte zu tun. Als Vollwaise in Heimen aufgewachsen, fehlte es ihm in seiner Kindheit sicher an Zuneigung und Bestätigung. Trotzdem wurde er zu einem bedingungslos loyalen und herzensguten Menschen, der sich – ganz im Stillen – oft für andere einsetzte.
Roman war kein Glückskind. Ihm ist nichts in den Schoss gefallen. Gab es irgendwo auf der Welt ein Montagsmodell: Es landete bei ihm. Für alles musste er kämpfen. Am leidenschaftlichsten tat er es für seine Vorstellung von Gerechtigkeit und Fairness. Trotzdem war er kein trauriger oder gar tragischer Mensch. Er lebte gerne und oft exzessiv. Er machte sich viele Gedanken und arbeitete an sich und seinem Glück, das er oft in seiner Arbeit als Kameramann, Editor, Cutter und Produzent von Filmen und TV-Spots fand. Aber auch bei seinen Freunden, die ihn viel mehr schätzten, als er sich möglicherweise einzugestehen wagte. Und natürlich bei seiner Partnerin, mit der er die letzten Jahre teilte.
Roman war ein leidenschaftlicher Schwimmer. Er war gut vorbereitet, als er Anfang September den Vierwaldstättersee bei Luzern durchqueren wollte. Dabei versagte sein Herz – ohne Vorwarnung, von einer Sekunde auf die andere. Ein grosses Herz muss nicht ein starkes sein. Wir verlieren mit Roman einen lieben Freund und Kollegen.
Christoph Zurfluh

Leopard für zentralschweizer Film

"Die Brücke über den Fluss" von Jadwiga Kowalska gewinnt den Pardino d’oro im nationalen Kurzfilmwettbewerb (pardi di domani) des Filmfestivals Locarno.
Herzliche Gratulation!

www.pardolive.ch


jadwiga_Leopard