Monat: August 2020

Zentralschweizer Weltpremiere am Filmfestival Venedig

Der Kurzfilm «Das Spiel» des Luzerners Roman Hodel feiert in Venedig im Rahmen der 77. Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica (2.-12.9.2020) seine Weltpremiere. Der neue Dokumentarfilm ist als einzige Schweizer Produktion ausgewählt für den Wettbewerb der prestigeträchtigen Sektion Orizzonti.

Der 17-minütige Dokumentarfilm von Roman Hodel über den Schiedsrichter Fedayi San entstand in Koproduktion zwischen Ensemble Film und dem Schweizer Radio und Fernsehen. Mit dem Schweizer Schiedsrichter Fedayi San erleben wir die Höhen und Tiefen eines Fussballspiels und erfahren, was es bedeutet sich auf dem Feld Respekt zu verschaffen und die Energie eines ganzen Stadions zu dirigieren. Gedreht wurde im Stade de Suisse bei einem Super-League-Spiel zwischen BSC Young Boys und dem FC Lugano.
Die 77. Mostra internazionale d’Arte cinematografica, wie das älteste Filmfestival der Welt mit vollem Namen heisst, ist eines der drei wichtigsten Filmfestivals der Welt (gemeinsam mit der Berlinale und Cannes). Es ist das erste grosse Festival, welches trotz des andauernden Ausnahmezustandes vor Ort stattfinden wird. Der Film ist einer von 12 Kurzfilmen im Wettbewerb, diese wurden aus über 1200 Einreichungen ausgewählt.

Roman Hodel, der 2014 die Hochschule Luzern – Design & Kunst abgeschlossen hat, wird gemeinsam mit der Produzentin Franziska Sonder, dem Protagonisten Fedayi San, sowie Crew-Mitgliedern seinen Film in Venedig vorstellen und freut sich schon darauf: «Es ist zurzeit alles andere als selbstverständlich, gemeinsam einen Film schauen zu können. Deshalb freut es mich sehr, dass wir im fussballbegeisterten Italien an diesem renommierten Filmfestival die Weltpremiere von «Das Spiel» feiern dürfen.»
«Das Spiel» gewann 2017 den Projektwettbewerb «Innerschweizer Kurzfilmpreis», der Albert Koechlin Stiftung welcher ein wichtiger Beitrag ist zur Stärkung des Zentralschweizer Filmschaffens.
Herzliche Gratulation der ganzen Crew.

«Lachsmänner» gewinnt Preis für bestes Nachwuchstalent in Locarno

Am 73. Filmfestival Locarno gewinnt die Luzerner Filmemacherin Veronica L. Montaño mit dem Animationsfilm «Lachsmänner» (Produktion YK Animation) den Preis für das beste Nachwuchstalent.

Die Filmemacherin erhält den Jurypreis der Kurzfilmsektion pardi di domani gemeinsam mit Manuela Leuenberger und Joel Hofmann. Alle drei sind Alumni der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Der Film war ihre erste eigene Produktion nach der Ausbildung. Im 6-minütigen Animationsfilm schwimmen fünf Lachsmänner stromaufwärts um sich dort fortzupflanzen. Eine fantasievolle und witzige Parodie auf Geschlechterklischees.

Schon zum vierten Mal seit 2016 geht ein Preis von Locarno in die Zentralschweiz. Letztes Jahr hat Dejan Barac mit «Mama Rosa» den pardino d’oro gewonnen. 2017 holte Justin Stoneham mit «Rewind Forward» den Preis, und 2016 erhielt «Die Brücke über den Fluss» von Jadwiga Kowalska die begehrte Trophäe.

Wegen der Corona-Pandemie fand das Locarno Festival dieses Jahr in reduziertem Umfang statt. Einzig der Kurzfilmwettbewerb «pardi di domani» wurde vollständig durchgeführt. Die Filme konnten weltweit online visioniert werden. Dazu gab es Vorführungen der Kurzfilmprogramme in zwei Kinos in Locarno, bei welchem die Schweizer Filmschaffenden ihre Filme live vorgestellt haben.

Hier gehts zur Medienmitteilung von Locarno

Herzliche Gratulation!