Autor: Simon König

Neuer Luzerner Spielfilm «Spagat» im Kino

«Spagat» der Début-Spielfilm von Christian Johannes Koch (aufgewachsen in Neuenkirch) kommt am 24. Juni in die Kinos.

Das eindringliche Spielfilmdebüt des Luzerners wurde mit zahlreichen Statistinnen und Statisten in Sursee, Malters und Beromünster gedreht. Nach Einladungen an Festivals in San Sebastian, Zürich und Sao Paulo und einer Vorpremierentour durch die ganze Schweiz, kommt der Film endlich in die Kinos.
Der Film: Eine Lehrerin setzt ihr gut eingespieltes Familienleben für eine Affäre mit dem Vater einer Schülerin aufs Spiel. Diese leben ohne Aufenthaltsbewilligung (als sans-papiers) in der Schweiz und riskieren jederzeit eine Ausweisung zurück in die Ukraine.
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Beste Animationsfilmschule 2021 – Internationale Anerkennung für Hochschule Luzern

Grosse Ehre für die Hochschule Luzern – Design & Kunst: Die Jury des renommierten Animationsfilmfestivals Animafest Zagreb hat die Hochschule mit dem internationalen Preis für die beste Animationsfilmschule 2021 ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Festivals am 7. Juni 2021 in Zagreb vergeben.

In der vorab veröffentlichten Laudatio heisst es: «Diese Schule bietet den Studierenden eine Ausbildung im Bereich Animation, die sowohl die neuesten Trends und Techniken aufnimmt, als auch das Erbe der traditionellen Animation pflegt.»

Der Preis wird am 7. Juni vor Ort in Zagreb im Rahmen des Festivals verliehen. Das Animafest Zagreb 2021 präsentiert ausserdem ein Programm mit den besten Animationsfilmen der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Zwei davon sind für den Studentenfilmwettbewerb ausgewählt: «C – Alleswasichberühre» von Marion Täschler und «Huis Clos» von Nina Winiger.
Trailer (Study Animation)

Herzliche Gratulation an Jürgen Haas und sein Animations-Team der Hochschule Luzern – Design & Kunst!

Luzerner Kantonsrat fordert Stärkung der Filmförderung

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat in seiner Antwort auf die Anfrage (A380) Jim Wolanin (FDP) weitere Schritte zur Gründung einer privatrechtlichen Filmstiftung angekündigt. Parlamentarier aus allen Fraktionen unterstützen das, und weisen in der Kantonsrats-Session vom 11. Mai auf das grosse Potential der Filmbranche für die Zentralschweiz hin. In mehreren Voten hat der Kantonsrat parteiübergreifend eine Stärkung der Filmförderung gefordert.

Film Zentralschweiz, der Verband der professionellen Filmschaffenden, freut sich über den breiten Konsens im Luzerner Kantonsrat zur Filmförderung. Parteiübergreifend wurde festgestellt, dass diese Zukunftsbranche dringend mehr Mittel benötigt. Jim Wolanin (FDP), der die Anfrage eingereicht hat, meinte in seinem Votum: «Der Film ist das Zukunftsmedium schlechthin. Die Nachfrage nach Filmen wächst. Und der Film entspricht nicht nur einem Kundenbedürfnis, sondern bringt auch eine lokale Wertschöpfung.»

Claudia Huser Barmettler (GLP) unterstreicht: «Es braucht eine deutliche Steigerung der finanziellen Mittel für die Filmförderung. Wir dürfen uns nicht abhängen lassen von den anderen Regionen der Schweiz» Bernhard Steiner (SVP) bekräftig, dass die Filmförderung in unserer digitalisierten Welt wichtig sei. Bisher sei sie stiefmütterlich behandelt worden. Jonas Heeb (Grüne) ist überzeugt: «Eine angemessene und funktionierende Filmförderung ist wichtig für die regionale Filmproduktion.» Er hofft, dass diesbezüglich bald Ergebnisse vorgewiesen werden können.

Auch Helene Meyer-Jenni (SP) betont, welches enorme Potential der Film für unsere Region hat und ist zuversichtlich, dass der Film als das zeitgemässes Leitmedium endlich die adäquate Unterstützung erhält. Gabriela Schnider-Schnider (CVP) erläutert im Namen ihrer Partei, wie wichtig sie eine attraktive Filmförderung finden: «Die Investitionen in die Filmförderung lohnen sich» Und Stefan Schärli (CVP) appelliert an Regierungsrat Marcel Schwerzmann, er sei hier in der Hauptrolle und fügt mit Schalk hinzu, dass es hoffentlich in einem Jahr heisse: «The Oscar goes to Mr. Schwerzmann and his parliament!»

Private und öffentliche Hand gemeinsam: DieFilmZentrale

Film Zentralschweiz hat einen Vorschlag ausgearbeitet zur Schaffung und Finanzierung einer privatrechtlich organisierten Filmstiftung Zentralschweiz mit dem Arbeitstitel «FilmZentrale». Diese wird von Privaten und der öffentlichen Hand gemeinsam getragen. Die Signale von grossen privaten Stiftungen zur Unterstützung einer adäquat ausgestatteten Filmförderung sind sehr ermutigend. An der Umsetzung des Projekts «FilmZentrale» wird gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern intensiv gearbeitet. Das Fundament ist gelegt. Luzius Wespe, Präsident des Vereins Film Zentralschweiz: «Wir freuen uns über die breite Unterstützung für die Film- und Audiovisionsbranche. Gemeinsam mit allen Akteuren wollen wir jetzt die Chance packen und eine nachhaltige Investition in die audiovisuelle Zukunft aufgleisen.»

Hier kann der aufgezeichnete Live-Stream der Debatte im Luzerner Kantonsrat nachgehört werden.
(anspielen bei 02:12:42)

Premiere auf SRF «Mein Leben und der Notenschnitt»

«Mein Leben und der Notenschnitt» von Luzius Wespe hat am Donnerstag, 6. Mai Premiere am Schweizer Fernsehen SRF1.
Der Dokfilm begleitet Kinder einer 6. Klasse in Ebikon auf dem Weg zum Übertritt in die Oberstufe. Und dies konsequent aus der Optik der Kinder.
Der neue Dokumentarfilm von Luzius Wespe läuft auf SRF DOK am Donnerstag 6. Mai 2021 um 20.05h auf SRF1
und schon jetzt online auf Play SRF.

Kurzfilm «Das Spiel» im Kino

Inside Football - Das Spiel

Michele Ciriglianos Dokumentarfilm «Football Inside» über die Schweizer Fussballkultur kommt zusammen mit dem preisgekrönten Kurzfilm «Das Spiel» des Luzerners Roman Hodel am 6. Mai in die Schweizer Kinos.

Ein stimmiges Kinopaket geschnürt hat hier der Verleih kurz vor dem Start der Fussball-EM. Zwei Filme, welche Fussball aus ungewohnter Perspektive zeigen. Im mehrfach preisgekrönten Kurzfilm «Das Spiel» erleben wir ein Fussballspiel aus der Perspektive des Schiedsrichters Fedayi San. «Football Inside» begleitet vier verschiedene Mannschaften in der Garderobe. Vom Nationalliga A-Frauenteam bis zu den C-Junioren. Mit dabei auch die Profis des SC Kriens aus der Challenge League.

Kinos öffnen wieder

Am Donnerstag, 22. April gehen die meisten Kinos wieder auf, die seit mehr als vier Monaten geschlossen waren. Mit maximal 50 Personen, und ohne Getränke und Popcorn. Alle Kinos in der Zentralschweiz werden ihr Programm wieder hochfahren.
Detaillierte Programmation schweizweit auf movies.ch.
Folgende Zentralschweizer Filme sind diese Woche im Kino ihrer Wahl zu sehen.

«Kühe auf dem Dach» von Aldo Gugolz (Wiederaufnnahme ab 22. April schweizweit, Zentralschweiz: Kino Bourbaki, Luzern)
«Vamos» von Silvia Häselbarth (Cinebar, Willisau und Cineboxx, Einsiedeln)

Premieren demnächst:
«Football Inside» (mit Vorfilm: «Das Spiel», Roman Hodel) ab 6.Mai
«Nemesis» (Thomas Imbach) ab 27. Mai
«Amazonen einer Grossstadt» (Thais Odermatt) ab 17. Juni

Zentralschweizer Filme am «Visions du réel»

Heute startet das Dokumentarfilmfilmfestival «Visions du réel» (15.-25. April 2021). Auch diese Ausgabe findet mehrheitlich online statt. Zwei Zentralschweizer Filme feiern dieses Jahr in Nyon ihre Premieren! Herzliche Gratulation!

«Dida» von Nikola Ilić und Corina Schwingruber Ilić (Produktion Dschoint Ventschr) im internationalen Wettbwerb Burning Lights.
online verfügbar während 72 Stunden von Donnerstag, 15. April, 19:00 Uhr bis Sonntag, 19. April 19:00 Uhr. Donnerstag, 15. April um 21.30 Uhr Q&A mit Nikola Ilic, Corina Schwingruber Ilic
«Liebe Grüsse aus dem Anthropozän» von Lucas Ackermann (Produktion Hochschule Luzern – Design & Kunst) in der Nachwuchssektion «Opening Scenes» online verfügbar vom Donnerstag, 15. April, 11:00 Uhr bis Donnerstag, 22. April 11:00
Die Filme können einzeln für CHF 5.- gestreamt werden. Es gibt eine Platzlimite von 500 Zugriffen pro Film. Die Filme können nur von der Schweiz aus gestreamt werden (Geoblocking).

#Kinounterstützen

Die Kinos sind immer noch geschlossen. Wann sie öffnen ist weiterhin unklar.
Mit der Aktion #Kinounterstützen kann man schon jetzt einen Beitrag zur Kinokultur leisten, ein Kinoticket kaufen und sich freuen auf einen inspirierenden Film auf der grossen Leinwand.
Wie funktioniert’s? Der Basler Filmproduzent und Verleiher cineworx.ch hat eine Auswahl Spiel- und Dokumentarfilme online gestellt.
Mit dabei auch der Zentralschweizer Dokumentarfilm «Amazonen einer Grossstadt» von Thaïs Odermatt (Schweizer Filmpreis 2021, bester Abschlussfilm)
Tolle Initiative!

Erfolgreiche Zentralschweizer Filme beim Schweizer Filmpreis 2021

Thaïs Odermatt gewinnt mit «Amazonen einer Grossstadt» den Preis für den besten Abschlussfilm. Alice Schmid erhält den Preis für die beste Filmmusik in ihrem Film «Burning Memories» und die neugeschaffene Kategorie für den besten Ton geht an Peter Bräker für seine Tonarbeit am Dokumentarfilm «Nemesis» von Thomas Imbach. Die Preisverleihung ist am Freitag, 26. März in einer Online-Veranstaltung aus dem Fernsehstudio der RTS in Genf gestreamt worden.

Thaïs Odermatt gewinnt gleich mit ihrem Erstlingsfilm Dokumentarfilm «Amazonen einer Grossstadt» einen begehrten Quartz. Der Dokumentarfilm ist der Abschlussfilm ihrer Ausbildung an der Berliner Filmuniversität Konrad Wolf und wurde koproduziert von maximage (Brigitte Hofer). Der 65minütige Dokumentarfilm porträtiert moderne Amazonen in Berlin.

Der Preis für die beste Filmmusik geht an Alice Schmid für ihren Dokumentarfilm «Burning Memories». Sie widmete den Preis ihrem Vater, der ihr zum neunten Geburtstag eine Handorgel schenkte.

In der neugeschaffenen Kategorie bester Ton, gewann Peter Bräker für seine Sound-Arbeit für Thomas Imbachs «Nemesis».

Alle drei Dokumentarfilme werden ins Kinos kommen. «Amazonen einer Grossstadt» wird voraussichtlich am 17. Juni dieses Jahres in den Deutschschweizer Kinos anlaufen, der Start von «Burning Memories» wurde auf den 28. Oktober verschoben, und «Nemesis» soll, wenn möglich, am 15. April starten.

Wir gratulieren herzlich zu den Schweizer Filmpreisen.

Hier kann die Preisverleihung in der Wiederholung angeschaut werden.
Hier gehts zu allen Preisen.

Zentralschweizer Dokumentarfilme am Visions du réel

Zwei Filme aus der Zentralschweiz feiern ihre Weltpremieren am Filmfestival «Visions du réel», Nyon (15.-24. April). Der Dokumentarfilm «Dida» von Nikola Ilić und Corina Schwingruber Ilić (Produktion Dschoint Ventschr) läuft im internationalen Wettbewerb «Burning Lights». Für die Nachwuchssektion «Opening Scenes» ist der kurze Dokumentarfilm «Liebe Grüsse aus dem Anthropozän» von Lucas Ackermann (Produktion Hochschule Luzern – Design & Kunst) selektioniert.

Der erste Kino-Dokumentarfilm von Nikola Ilić und Corina Schwingruber Ilić «Dida» geht der Frage nach, welche Verantwortung Kinder für ihre Eltern tragen, wenn sie plötzlich auf sie angewiesen sind. Ein sehr persönlicher Dokumentarfilm, der auch einen kaum beleuchteten Aspekt der Migration aufzeigt. Der Film ist als Weltpremiere im internationalen Wettbewerb «Burning Lights» zu sehen, die Sektion, welche sich neuen dokumentarischen Formaten widmet

«Liebe Grüsse aus dem Anthropozän» ist der Abschlussfilm von Lucas Ackermann an der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Der Kurzfilm geht auf Spurensuche auf der Grenze zwischen Natur und Zivilisation. Er ist in der Nachwuchs-Sektion Opening Scenes als Weltpremiere zu sehen.

In der Jury des internationalen Wettbewerbs ist der Filmemacher Thomas Imbach.

Das Dokumentarfilmfestival Visions du réel in Nyon ist eines der weltweit bedeutendsten Festivals für den Dokumentarfilm. Auch diese Ausgabe muss zum grössten Teil online stattfinden. Alle Filme können gestreamt werden.

Alle Informationen zum Festival auf visionsdureel.ch.

Klassiker neu online auf filmstream.ch

Auf filmstream.ch stellt Film Zentralschweiz ab sofort eine kleine Zentralschweizer Filmgeschichte zur Verfügung. Für die von der Albert Koechlin Stiftung zum Innerschweizer Filmpreis herausgegebene Begleitpublikation «Film.Hier.» hat der Kulturjournalist Urs Hangartner 30 Werke von Filmautor*innen aus den Jahren 1974 – 2014 zusammengestellt. Die Auswahl will auf einzelne Werke aufmerksam machen, die thematische und stilistische Vielfalt aufzeigen und die Breite hiesiger Filmarbeit abbilden.
Film Zentralschweiz kann in einem ersten Schritt 24 Filme zugänglich machen für ein interessiertes Publikum. So gibt es ein digitales Wiedersehen mit legendären Dokumentarfilmen wie «Rothenthurm – Bei uns regiert noch das Volk» (Edwin Beeler) «Ur-Musig» (Cyrll Schläpfer) oder «Wätterschmöcker» (Thomas Horat), den frühen Dok- und Spielfilmen von Fredi M. Murer und Xavier Koller, oder Kult-Animationsfilmen wie «Grüezi» (Jonas Raeber) oder «Signalis» (Adrian Flückiger).
Aus dem reichen Filmerbe gibt es Werke, die noch restauriert oder digitalisiert werden müssen. Die Chronik ist der Anfang einer Aufarbeitung des filmhistorischen Erbes der Zentralschweiz.
Der gesamte Artikel «Ein Blick zurück» mit der Liste aller Filme ist in der Begleitpublikation «Film.Hier» ersichtlich.

Direktlink auf Filmstream.ch

Erfolgreiche Online-Ausgabe des 3. Innerschweizer Filmpreises

Die Online-Edition des 3. Innerschweizer Filmpreises der Albert Koechlin Stiftung am vergangenen Wochenende (6./7. März) kam beim Publikum gut an. 2611 Online-Filmvorstellungen wurden in 48 Stunden gezählt. Die Filme mit Zuschauerlimite waren ausverkauft. 

Film Zentralschweiz freut sich über das grosse Interesse am Innerschweizer Filmpreis. Auch als Online-Edition hat der Filmpreis ein interessiertes Publikum erreicht. Während 48 Stunden wurden für die 15 prämierten Filme insgesamt 2611 Online-Vorstellungen gezählt und 1515 Besucher (unique visitors).

Peter Kasper, Stiftungsratspräsident der Albert Koechlin Stiftung: «Wir stellen mit Freude fest, dass der Innerschweizer Filmpreis bereits nach der dritten Ausgabe zu einer festen Grösse im Kulturleben geworden ist.»

Medienmitteilung Albert Koechlin Stiftung (8.3.2021)
Medienmitteilung Film Zentralschweiz (8.3.2021)

 

Innerschweizer Filmpreis – Online

Am Wochenende vom 6./7. März steigt das 3. Innerschweizer Filmpreis-Wochenende. Leider kann die Veranstaltung aus den bekannten Gründen nicht in den Bourbaki Kinos und im Hotel Schweizerhof, Luzern stattfinden. Dafür kommt das vielseitige Filmschaffen der Zentralschweiz dieses Jahr direkt ins Haus.

Streaming
Alle 15 preisgekrönten Filme während 48 Stunden für den Pauschalpreis von 10 Franken. An Stelle der Kinovorführungen sind alle Filme auf einer Streaming-Plattform zugänglich und können bequem zu Hause genossen werden. Zwischen Samstag, 6. März 0:00 Uhr und Sonntag 7. März 24:00 Uhr. Reinschauen!
Alle Infos unter innerschweizerfilmpreis.chDirektlink zum Streaming
Weitersagen!

Begleitpublikation «Film.Hier»
Einen Einblick in das Filmschaffen der Zentralschweiz gibt das Magazin «Film.Hier», welches als Begleitpublikation zum Filmpreis verfasst wurde. Es führt in Vergangenheit und  Zukunft des hiesigen Filmschaffens und lässt Protagonistinnen und Protagonisten der audiovisuellen Branche zu Wort kommen. Die Beilage erscheint am Samstag, 6. März in der Schweiz am Wochenende – Luzerner Zeitung.

Preisverleihung
An Stelle der Preisverleihung im Luzerner Hotel Schweizerhof führen Monika Schärer (Moderation) und Heidi Happy (Musik) in einer Streaming-Version durch die Werke der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. Eine Preisverleihung der anderen Art, ohne physische Präsenz der Preisträger: Kurz, prägnant und bündig.

Drei Zentralschweizer Filme mit Oscar-Chancen

Drei Kurzfilme aus der Zentralschweiz sind auf Kurs für eine Oscar-Nomination. Die beiden Dokumentarfilme «Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder (Produktion: Hochschule Luzern – Design & Kunst), «Das Spiel» von Roman Hodel (Produktion: Ensemble Film), sowie der Animationsfilm «The Lonely Orbit» von Frederic Siegel und Benjamin Morard (Produktion Team Tumult) haben alle Chancen im Rennen um eine Nominierung. Sie haben sich dank ihren Auszeichnungen an «Oscar qualifying Festivals» für eine Oscar-Nomination empfohlen. Die Filmschaffenden sind alle Absolventen oder Alumni der Hochschule Luzern – Design & Kunst.

Zentralschweizer Filme behaupten sich international. Drei Kurzfilme haben gute Chancen auf einen Platz auf der Short-List im Rennen um die 93. Academy Awards.
Die Nase vorn für eine Oscar-Nomination hat «Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder mit seinem Abschlussfilm in der Studienrichtung Video der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Der 18-minütige Dokumentarfilm über den «Katzenmann» wurde nach seiner Premiere in Locarno 2019 an über 100 Festivals gezeigt und hat im Dezember 2020 als erster Schweizer den Europäischen Filmpreis in der Kategorie bester Kurzfilm gewonnen. Die Oscar-Qualifikation holte sich der gebürtige St.Galler Lasse Linder mit seinem Preis am Filmfestival Tampere (Finnland) 2020.

Ebenfalls Chancen für eine Nomination in der Kategorie bester Kurzdokumentarfilm (best documentary short subject) hat der Luzerner Roman Hodel mit seinem Fussball-Schiedsrichter-Dokumentarfilm «Das Spiel» (Produktion Ensemble Film). Der Film feierte seine Weltpremiere im September 2020 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Nächster Stopp auf der Festivaltour war mit Toronto wieder ein Top-Festival. Der Film wurde  soeben für den Schweizer Filmpreis 2021 nominiert. Die Oscar-Qualifikation holte er sich mit dem Preis für den besten Kurz-Dokumentarfilm am Hamptons International Film Festival (USA) 2020. Roman Hodel hat 2014 die Hochschule Luzern abgeschlossen.

«The Lonely Orbit» von Frederic Siegel und Benjamin Morard ist auf der Longlist für den besten Kurzanimationsfilm (best animated short film). Nach zwei Preisen am Fantoche wurde der Film um einen einsamen Satellitentechniker und seinen Einfluss auf das Weltgeschehen am «Oscar qualifying» Festival in Sitges (Spanien) 2020 ausgezeichnet. Der Chamer Siegel und der Sarner Morard haben beide in Luzern studiert und 2015 den Bachelor Animation gemacht.

Weitere Schweizer im Oscar-Rennen

Insgesamt sind 8 Schweizer Filme im Rennen um eine Oscar-Nomination. Neben dem Spielfilm «Schwesterlein» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond, welche als offizieller Schweizer Beitrag in der Kategorie «International Feature Film» eingereicht wurde, sind noch vier weitere Schweizer Kurzfilme auf der Longlist für die 93. Academy Awards. Es sind die beiden Animationsfilme Kids von Michael Frei und Warum Schnecken keine Beine haben von Aline Höchli beides ebenfalls HSLU-Alumni. Und die zwei Kurzspielfilme 22:47 Linie 34 von Michael Karrer und Menschen am Samstag von Jonas Ulrich .

Preisverleihung 2 Monate später

Dieses Jahr ist die Oscar-Verleihung pandemiebedingt um zwei Monate nach hinten verschoben worden. Die Preisverleihung soll am Sonntag, 25. April im Dolby Theater in Los Angeles über die Bühne gehen. Die Nominierungen werden am 15. März von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verkündet.

Innerschweizer Filmpreis 2021: Die Gewinnerinnen und Gewinner

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Innerschweizer Filmpreises 2021 der Albert Koechlin Stiftung sind bekannt:

«Burning Memories» (Alice Schmid, Produktion Ciné A.S.), Dokumentarfilm 2020

«Der kleine Vogel und die Bienen» (Lena von Döhren, Produktion Schattenkabinett), Kurzanimationsfilm 2020

«Frieden» (Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, TV-Mehrteiler, 2020 (Regie: Michael Schaerer, Drehbuch: Petra Volpe)

«Hexenkinder» (Edwin Beeler, Produktion Calypso Film), Dokumentarfilm, 2020

«IHR» (Louis Möhrle, Co-Regie Amélie Cochet) Animationsfilm, Abschlussfilm Hochschule Luzern Design & Kunst Animation, 2019

«Kühe auf dem Dach» (Aldo Gugolz, Christina Caruso, Produktion: Revolumenfilm, Luzern und Rough Cat, Lugano) Dokumentarfilm, 2020

«Mama Rosa» (Dejan Barac) Dokumentarfilm, Abschlussfilm Hochschule Luzern – Design & Kunst 2019

«Megamall» (Aline Schoch) Animationsfilm, Abschlussfilm Hochschule Luzern – Design & Kunst, 2020

«Nach dem Sturm» (Beat Bieri und Jörg Huwyler, Produktion to the Point film, Lindenfilm, Luzern) Dokumentarfilm, 2019

«Rara Avis» (Mirjam Landolt, Produktion: vue sur mer films), Dokumentarfilm, 2020

«Unter einem Dach» (Maria Müller, Produktion Mirafilm), Dokumentarfilm, 2019

«Von weiter Zeit» (Edith Flückiger), Experimentalfilm, 2019

 

Spezialpreise

• Schauspiel: Elvira Plüss, Luzern
im Film «Fensterlos» (Regie: Samuel Flückiger, Kurzspielfilm, 2019)

• Musik: Jacqueline Wachter, Steinen SZ
im Film «Die Rückkehr der Wölfe» (Regie: Thomas Horat, Dokumentarfilm, 2019)

• Sounddesign: Oswald Schwander, Escholzmatt
im Film «Wer sind Wir?» (Regie: Edgar Hagen, Produktion cineworx, Basel, Dokumentarfilm, 2019)

Hier gehts zur Medienmitteilung mit allen Details.
Die Verleihung und die Vorführung der Filme findet am Wochenende vom 6./7. März statt. Mehr Infos dazu: www.innerschweizerfilmpreis.ch

Herzliche Gratulation allen Preisträgerinnen und Preisträgern!

8 Nominationen für Zentralschweizer Filme beim Schweizer Filmpreis

Drei Dokumentarfilme, zwei Spielfilme und ein Kurzfilm aus der Zentralschweiz sind unter den Nominierten für den Schweizer Filmpreis. Insgesamt gehen acht Nominationen an Filme mit Zentralschweizer Beteiligung. Die Nominationen sind am Montagabend 25. Januar in Solothurn an der Nacht der Nominationen in einem Live-Stream bekanntgegeben wurden.

«Das Spiel» von Roman Hodel ist nominiert in der Kategorie bester Kurzfilm. Der Dokumentarfilm «Amazonen einer Grossstadt» von Thaïs Odermatt ist nominiert in der Kategorie bester Abschlussfilm.

Für die beste Filmmusik ist Alice Schmid in ihrem Dokumentarfilm «Burning Memories» nominiert.

Zwei Nominationen gehen an «Nemesis» von Thomas Imbach. Der Film ist nominiert als bester Dokumentarfilm, sowie in der neuen Kategorie bester Ton.

Der Debütfilm «Spagat» von Christian Johannes Koch erhielt ebenfalls zwei Nominationen (in den Kategorieen beste Hauptdarstellerin und beste Nebenrolle)

Schliesslich ist der von Zodiac Pictures produzierte Spielfilm «Wanda, mein Wunder» (Regie Bettina Oberli) nominiert als bester Spielfilm.

Die Verleihung der Schweizer Filmpreise findet am 26. März digital statt.

Wir gratulieren den Filmschaffenden herzlich zu den Nominationen zum Schweizer Filmpreis.

Hier gehts zu allen Nominierten in allen Kategorien.
Hier gehts zur Aufzeichnung des Live-Streams.

Zentralschweizer Filme an den Solothurner Filmtagen

Das Festival findet dieses Jahr als Online-Veranstaltung (20.-27.1.2021) statt. Das gibt die einmalige Gelegenheit an allen Filmen und Veranstaltungen von zu Hause aus teilzunehmen. Hier gehts zur Online-Edition mit allen Angaben: Solothurner Filmtage

Folgende Zentralschweizer Filme wurden für die 56. Solothurner Filmtage ausgewählt:

Lange Dokumentarfilm- und Spielfilme:
«Amazonen einer Grossstadt», Dokumentarfilm von Thaïs Odermatt (im Wettbewerb Opera Prima)
«Burning Memories», Dokumentarfilm von Alice Schmid (im Wettbewerb Prix de Soleure)
«Anche stanotte le mucche danzeranno sul tetto», Dokumentarfilm von Aldo Gugolz
«Das katholische Korsett – oder der mühevolle Weg zum Frauenstimmrecht», Dokumentarfilm Beat Bieri, Jörg Huwyler
«Hexenkinder», Dokumentarfilm von Edwin Beeler
«Spagat», Spielfilm von Christian Johannes Koch (im Wettbewerb Opera Prima)
«Wanda, mein Wunder», Spielfilm von Bettina Oberli, produziert von Zodiac Pictures (im Wettbewerb Prix du public)
«Der Spitzel und die Chaoten – Die Zürcher Jugendbewegung 1980», Dokumentarfilm von Felice Zenoni
«Nemesis», Dokumentarfilm von Thomas Imbach (im Wettbewerb Prix du public)

Kurzfilme:
«Black & White», Animationsfilm von Jesús Pérez, Gerd Gockell (Produktion Anigraf, Gerd Gockell)
«Das Spiel», Dokumentarfilm von Roman Hodel (Produktion Ensemble Film)
«Die verlorene goldene Zeit», Experimentalfilm von Aldo Gugolz
«Huis clos» Animationsfilm von Nina Winiger (Produktion: Hochschule Luzern – Design & Kunst)
«La doyenne», Dokumentarfilm von Morgane Frund (Produktion: Hochschule Luzern – Design & Kunst, Video)
«Lachsmänner», Animationsfilm von Veronica L. Montaño, Joel Hofmann, Manuela Leuenberger (Produktion YK Animation)
«Leavers», Dokumentarfilm von Kezia Zurbrügg
«LU», Animationsfilm von Lara Perren, Anna Lena Spring, Luisa Zürcher (Produktion Hochschule Luzern – Design & Kunst)
«Megamall», Animationsfilm von Aline Schoch (Produktion: Hochschule Luzern – Design & Kunst)
«Mussies Zimmer», Dokumentarfilm von Felix Hergert (Sabotage Kollektiv)
«Out of Ordinary», Experimentalfilm von Tobias Buchmann, Alicja Pahl, Luca Signoretti
«Sträubend», Dokumentarfilm von Marlen Schmid, Produktion HSLU Hochschule Luzern Design & Kunst, Video
«The Edge», Animationsfilm von Géraldine Cammisar und Zaide Kutay (Produktion Ulmi Film & Hochschule Luzern – Design & Kunst, Animation)
«Zeit und Lust» von Pablo Callisaya (Produktion Tapir Film)

Herzliche Gratulation allen Filmschaffenden.

Lockdown Collection – 2. Teil

In der zweiten Staffel der Swiss Lockdown Collection sind auch Filme aus der  Zentralschweiz dabei. Thaïs Odermatt hat einen Kurzfilm beigesteuert. Das Gemeinschaftswerk von Jonas Raeber, Edwin Beeler und Andreas Stäuble unter dem Titel «Die dritte Welle» geht der Frage nach: «Was tun Männer im Lockdown? – Sie versuchen so gut es geht die Normalität weiterzuleben. Ihre Normalität» Die ganze Staffel mit insgesamt 25 Kurzfilmen von Filmschaffenden aus der ganzen Schweiz läuft ab Mittwoch, 30. Dezember online auf Play suisse.

Hier gehts zum Trailer
Website «Die Dritte Welle» (J. Raeber, E. Beeler, A. Stäuble)

«Nachts sind alle Katzen grau» gewinnt den europäischen Filmpreis 2020

«Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder (Produktion: Hochschule Luzern – Design & Kunst) gewinnt den europäischen Filmpreis 2020 (European Film Award) in der Kategorie bester Kurzfilm. Er war einer von fünf Nominierten und hat in einem Live-Stream am 10. Dezember 2020 den begehrten Preis erhalten.

Der international erfolgreiche Film setzt damit seinen Siegeszug durch die internationale Filmwelt fort. Er ist bisher schon an über hundert Festivals eingeladen worden, und hat mehrere internationale Preise gewonnen. Der gebürtige St.Galler Lasse Linder freut sehr über die Auszeichnung: «Die Auszeichnung ist ein toller Abschluss für das turbulente Jahr 2020», sagt der Filmemacher, der sich aktuell in Quarantäne befindet. «Mein Team und ich waren vom Film überzeugt, weil wir den Protagonisten und seine Sehnsucht nach Familie enorm spannend fanden. Aber wir haben niemals gedacht, dass er so erfolgreich werden würde. Der Preis freut mich und alle am Film Beteiligten speziell, da er von den Mitgliedern der europäischen Filmakademie vergeben wird. Dieser Rückenwind von Filmprofis aus ganz Europa bedeutet mir viel.»

Die rund 3’800 Mitglieder der europäischen Filmakademie (darunter 150 aus der Schweiz) erkürten den Sieger aus fünf Nominierten.

Es ist zum ersten Mal, dass ein Schweizer Kurzfilm diesen Preis gewinnt. Zuletzt hat der Schweizer Animationsfilm «Ma vie de courgette» von Claude Barras 2016 den europäischen Filmpreis in der Kategorie Bester Animationsfilm gewonnen.

Der dokumentarische Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» begleitet Christian, der sich selbst «Katzenmann» nennt und mit zwei Katzen zusammenlebt. Er stellt das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit von Menschen und Tieren in den Fokus.

Herzliche Gratulation Lasse!