Autor: Simon König

Verlängerung der Covid-19-Unterstützungsmassnahmen bis 20. September

Der Bundesrat hat die Laufzeit der finanziellen Hilfe für den Kultursektor um vier Monate bis zum 20. September verlängert. Konkret heisst das: alle ausgefallenen Aufträge für Filmschaffende, welche in die Zeitspanne 28. Februar bis 20. September fallen, können entschädigt werden.
Die Reihenfolge der Anträge bleibt gleich. Zuerst sollte die Erwerbsausfallentschädigung oder Kurzarbeit bei der kantonalen Ausgleichskasse beantragt werden, dies mit dem Hinweis auf das Veranstaltungsverbot. Danach kann ein Gesuch für Ausfallentschädigung bei der kantonalen Kulturförderung gemacht werden.

Hier die Liste der Zentralschweizer Anlaufstellen für Ausfallentschädigung (Kantonale Kulturförderungen):

Luzern (LU)
Bildungs- und Kulturdepartement
https://kulturfoerderung.lu.ch/
·       für Kulturschaffende mit Wohnsitz im Kanton LU:
Gesuchsformular

·       für Kulturunternehmen mit Sitz des Unternehmens im Kanton LU:
Gesuchsformular
Merkblatt

Telefon: 041 228 52 06

Nidwalden (NW)
Amt für Kultur
https://www.nw.ch/kulturfoerd/1110
Für Kulturschaffende mit Wohnsitz im Kanton NW:
Gesuchsformular
Beiblatt

für Kulturunternehmen mit Sitz des Unternehmens im Kanton NW:
Gesuchsformular
Beiblatt

Obwalden (OW)
Amt für Kultur und Sport Obwalden
https://www.ow.ch/de/aktuelles/aktuellesinformationen/amtsmitteilungen/?action=showinfo&info_id=64708
für Kulturschaffenden mit Wohnsitz in Kanton OW:
Merkblatt
Gesuchsformular
Beiblatt

für Kulturunternehmen mit Sitz des Unternehmens im Kanton OW:
Merkblatt
Gesuchsformular
Beiblatt

Uri (UR)
Amt für Kultur und Sport
https://www.ur.ch/themen/2944
Bei Fragen stehen wir Ihnen unter covid-kultur@ur.ch zur Verfügung.
für Kulturschaffende mit Wohnsitz im Kanton UR:
Merkblatt
Gesuchsformular
Portal zum Upload des Gesuchs

für Kulturunternehmen mit Sitz des Unternehmens im Kanton UR:
Merkblatt
Gesuchsformular
Portal zum Upload des Gesuchs

Schwyz (SZ)
Amt für Kultur
https://www.sz.ch/staatskanzlei-departemente/bildungsdepartement/amt-fuer-kultur/kulturfoerderung/kulturkommission.html/72-416-387-380-2480-2568-2557

für Kulturschaffende mit Wohnsitz im Kanton SZ:
Merkblatt
Gesuchsformular
Beiblatt

für Kulturunternehmen mit Sitz des Unternehmens im Kanton SZ:
Merkblatt
Gesuchsformular
Beiblatt

Zug (ZG)
Amt für Kultur
https://www.zg.ch/behoerden/direktion-fur-bildung-und-kultur/amt-fur-kultur/informationen-coronavirus
Gesuche können eingereicht werdenfür Kulturschaffende mit Wohnsitz im Kanton ZG:
Merkblatt
Gesuchsformular
Beiblatt

für Kulturunternehmen mit Sitz des Unternehmens in Kanton ZG:
Merkblatt
Gesuchsformular
Beiblatt

Erfolgreiche Zwischenbilanz für filmstream.ch

filmstream.ch, das Streaming-Angebot von Zentralschweizer Filmschaffenden kommt gut an. Film Zentralschweiz zieht nach 30 Tagen eine positive Zwischenbilanz für das kurzfristig aufgezogene Online-Filmangebot. Noch bis zum 30. Mai können die Filme gratis gestreamt werden.

Das Angebot, das vom Filmbüro sehr rasch für die Corona-bedingte Quarantänezeit aufgeschaltet wurde, hat ein Bedürfnis vieler Zuhausegebliebener erfüllt. Seit dem Start von filmstream.ch am 1. April bis gestern 29. April konnten rund 28’000 Zugriffe verzeichnet werden. Die meisten Zuschauer*innen kommen aus der Zentralschweiz (35%). Das Angebot wurde aber auch von Filmfreunden aus allen Landesteilen rege genutzt. So kamen 20% des Online-Publikums aus dem Kanton Zürich und 15% aus der Romandie.

Bis zum 30. Mai steht das Angebot noch gratis zur Verfügung. Im Moment sind alle 36 Filme online und unkompliziert mit einem Klick zu sehen. Jeder Film ist insgesamt 30 Tage frei verfügbar. Das breite Angebot umfasst preisgekrönte Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme. Mit dabei sind sowohl Klassiker, als auch neuere Filme, welche teilweise zum ersten Mal online angeboten werden. Wer die Filmschaffenden unterstützen möchte, hat die Möglichkeit einen selbstgewählten Betrag zu spenden.

Seit dem 1. April ist jeden Tag ein anderer Zentralschweizer Film auf filmstream.ch veröffentlicht worden. Dank der unkomplizierten Zusammenarbeit mit der «Luzerner Zeitung», «041 – Das Kulturmagazin» und dem Newsletter «Ronorp» welche das Angebot auf ihren Online- und Printkanälen geteilt hat, sind die Filme an ein breites Publikum gelangt.

Nach dem 30. Mai wird dieser Online-Service weitergeführt. Film Zentralschweiz prüft zurzeit verschiedene Möglichkeiten, wie das Angebot an regionalen Filmen weiter online zugänglich gemacht werden kann. Es soll eine Ergänzung zu bestehenden Video-on-Demand-Plattformen sein.

Zentralschweizer Filme am Visions du réel

Drei Filme von Zentralschweizern sind in der offiziellen Auswahl des Dokumentarfilmfestivals Visions du réel, Nyon. (17.4.-2.5.2020)
Thomas Imbachs «Nemesis» läuft im internationalen Wettbewerb.  «Kühe auf dem Dach», der neue Film von Aldo Gugolz, sowie «Rara avis» von Mirjam Landolt sind für den Schweizer Wettbewerb ausgewählt worden.

Da das ganze Festival dieses Jahr online stattfindet, gibt es auch die einmalige Gelegenheit in einem kurzen Zeitfenster die Filme gratis von zu Hause aus zu streamen.

«Kühe auf dem Dach» ist von den Macher*innen von «Rue de Blamage» und diesmal eine Co-Produktion zwischen revolumenfilm, Luzern und der Tessiner Produktionsfirma Rough Cat. Es ist das Porträt einer ganz besonderen Alp und seiner Bewohner im Tessin.
Die Weltpremiere ist am Donnerstag, 23. April, 17 Uhr. Der Film kann danach während 24 Stunden online gratis gesehen werden.
Linkhttps://online.visionsdureel.ch/film/cows-on-the-roof/

«Rara avis» von Mirjam Landolt hat seine Weltpremiere am 27. april, 17 Uhr und ist danach 24 Stunden online zu streamen
Link: https://online.visionsdureel.ch/film/rara-avis/

«Nemesis» der neue Kinofilm von Thomas Imbach steht zwischen 25. April und 2. Mai online zur Verfügung, allerdings nur für 500 Personen, die sich als erste einloggen. Linkhttps://online.visionsdureel.ch/film/nemesis/

Erwerbsausfallentschädigung für Filmschaffende während der Corona-Krise

Hier sind die wichtigsten Informationen gebündelt, was für Filmschaffende aus der Zentralschweiz wichtig ist zu wissen, wo die Formulare sind, und wer wofür zuständig ist.

Selbständige

Alle nötigen Formulare sind seit dem 6. April online. Die Entschädigung für selbständig erwerbende Kulturschaffende ist subsidiär organisiert. Das bedeutet, dass Entschädigungen in folgender Reihenfolge beantragt werden müssen:

  • Bei der angemeldeten AusgleichskasseErwerbsausfall anmelden, rückwirkend ab 1. März. Die Entschädigung beträgt 80% des für 2019 gemeldeten AHV Lohnes, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Auf demselben Formular ggf. zusätzlich auch Erwerbsausfall auf Grund von Kinderbetreuung (hierfür gibt’s für Selbständige höchstens 30 Taggelder) oder Quarantäne (für Selbständige max. 10 Taggelder) anmelden.
  • Kanton Luzern
  • Kt LU: Hotline für Entschädigung bei Erwerbsausfällen: 041 375 05 20
  • Kanton Obwalden
  • Kanton Nidwalden
  • Kanton Schwyz
  • Kanton Uri
  • Kanton Zug
  • Falls die wegfallenden Einkünfte mit Punkt 1 nicht gedeckt sind, über suissecultureGesuch um Soforthilfe für Kulturschaffende(Art. 4-7 der Verordnung, nicht rückzahlbare Nothilfe) einreichen. Eingaben können nun eingereicht werden: https://suisseculture.ch/index.php?id=207 (seit 6. April)
  • Eingabeschluss: 21. Mai 2020
  • Falls zB eine Auftragsarbeit oder ein bereits geplanter Filmstart abgesagt oder verschoben wurde aufgrund der Veranstaltungsverbote des Bundes oder anderen staatlichen Massnahmen (z.B. verordnete Quarantäne) und wegfallende Einnahmen mit Punkt 1 und 2 noch nicht gedeckt sind, kann der fehlende Differenzbetrag (bzw. höchstens 80% davon) per Gesuch um Ausfallsentschädigung für Kulturschaffendebeantragt werden. Die Absage oder Aufschiebung muss belegbar sein (Verträge, schriftliche Bestätigungen).
  • Erfasst in der Sparte Film sind die Herstellung von Filmen und deren Vermittlung, Filmtechnik, Filmverleih und -vertrieb sowie der Betrieb von Kinos; nicht erfasst sind der Handel mit bespielten Ton- und Bildträgern oder Videotheken.
  • Diese Ausfallentschädigung läuft über die Kantone.
  • Ausfallentschädigung für Kulturschaffende, Kanton Luzern

Eingabeschluss ist der 20. Mai 2020


Freischaffende

Falls man ausschliesslich freischaffend ist, empfiehlt der SSFV: Alle unselbständigen in der Filmbranche tätigen Personen (Freischaffende mit befristeten Arbeitsverträgen) melden sich möglichst umgehend beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV ihres Wohnorts an und klären die Bezugsberechtigung ab. Die Arbeitsvermittlungszentren haben im Moment alle geschlossen, nehmen Anmeldungen jedoch telefonisch entgegen.

Die Arbeitslosenversicherung ALV verzichtet auf das Einreichen des Nachweises von Arbeitsbemühungen. Die versicherte Person muss den Nachweis von Arbeitsbemühungen spätestens einen Monat nach Ablauf der COVID-19-Verordnung 2 einreichen. Als Kontrollperiode gilt die ganze Gültigkeitsdauer dieser Verordnung.

⟶ Infos dazu gibt es in der Medienmitteilung des Bundesrats vom 25.3.2020.

 

Falls man selbständig ist und ab und zu freischaffend arbeitet,dann empfehlen wir, analog zu den selbständig Erwerbenden vorzugehen, siehe oben.


Kulturunternehmen

Für Kulturunternehmen wie Vereine oder GmbHs gelten die Regeln analog zu den selbständigen Kulturschaffenden, wobei die Soforthilfe kein zwingender Bestandteil ist:

  • Gewinnorientierte und nicht gewinnorientierte Kulturunternehmen können bei der angemeldeten AusgleichskasseKurzarbeitanmelden für Angestellte und Betriebsinhaber*innen.
  • Kanton Luzern Hotline zur Kurzarbeitsentschädigung: 041 228 61 00
  • Nicht gewinnorientierte Kulturunternehmen können rückzahlbare zinslose Darlehenzur Sicherstellung ihrer Liquidität erhalten.Soforthilfefür Kulturunternehmen müssen beim Kantonbeantragt werden.
  • Soforthilfe für Kulturunternehmen, Kanton Luzern
  • Falls weitere Einkünfte durch abgesagte oder verschobene Veranstaltungen oder Projekt aufgrund der Veranstaltungsverbote des Bundes oder anderen staatlichen Massnahmen (z.B. verordnete Quarantäne) durch Punkt 1 und 2 noch nicht gedeckt sind, kann der fehlende Differenzbetrag über die Ausfallentschädigung für Kulturunternehmenbeantragt werden. Es werden davon max. 80% ersetzt. Die Absage oder Aufschiebung muss belegbar sein (Verträge, schriftliche Bestätigungen).
  • Erfasst in der Sparte Film sind die Herstellung von Filmen und deren Vermittlung, Filmtechnik, Filmverleih und -vertrieb sowie der Betrieb von Kinos; nicht erfasst sind der Handel mit bespielten Ton- und Bildträgern oder Videotheken.
  • Diese Ausfallentschädigung läuft über die Kantone.

Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen, Kanton Luzern


Übersicht

Zentralschweizer Filme online

Der Zentralschweizer Film kommt ab dem 1. April in die heimische Stube! Auf Initiative des Vereins «Film Zentralschweiz» bieten 30 Zentralschweizer Filmschaffende ihre Filme auf filmstream.ch während 30 Tagen online und gratis zum Streaming an.

Die Kinos sind geschlossen, die Filmschaffenden können ihre Filme nicht auswerten. Filmdrehs wurden abgebrochen oder sind zurzeit gar nicht planbar. Auch die Filmbranche steht vor grossen Herausforderungen. Anstatt zu warten, haben Filmschaffende die Initiative ergriffen. Der Verein Film Zentralschweiz, in dem über 150 Filmschaffende organisiert sind, ergänzt das Online-Film-Angebot mit einer kuratierten Auswahl an regionalen Spezialitäten.

Film Zentralschweiz möchte damit auf die Vielfalt und die Wichtigkeit des regionalen Filmschaffens aufmerksam machen und dem hiesigen Publikum in Zeiten von #Stayathome eine einfache Möglichkeit geben, Filme aus der Region zu Hause auf dem Sofa zu geniessen.

Mit dabei sind eine grosse Auswahl an Filmperlen von Zentralschweizer FilmemacherInnen, die teilweise zum ersten mal online zur Verfügung stehen.

Sowohl preisgekrönte Kurzfilme wie «All Inclusive», «Timber» oder «Rewind Forward», als auch erfolgreiche Dokumentarfilme wie «das Mädchen vom Änziloch» oder «Köhlernächte», oder Klassiker wie «Grüezi», «Der schwarze Tanner» oder «die weisse Arche» warten auf ihren grossen Auftritt.

Jeden Tag wird auf filmstream.ch ein neuer Film veröffentlicht. Die Filme stehen anschliessend 30 Tage gratis zur Verfügung. Sara Stäuble, Co-Präsidentin von Film Zentralschweiz versteht das Angebot als Solidaritätsaktion von Filmschaffenden für die Bevölkerung: «Wir möchten unseren Beitrag leisten und mit den Menschen, die zurzeit in ihren vier Wänden bleiben müssen unsere Geschichten aus der Region und aus der weiten Welt teilen.»

Dank der Zusammenarbeit mit der Luzerner Zeitung, 041 – Das Kulturmagazin und ronorp welche das Angebot redaktionell betreuen, ist es möglich, ein breites Spektrum an filminteressierten Zuschauerinnen und Zuschauern zu erreichen, welche damit ihre Filmleidenschaft in den eigenen vier Wänden weiterpflegen können.

Erwerbsausfallentschädigung für Filmschaffende

Der  Luzerner Regierungsrat hat am Donnerstag, 26. März über die kantonalen Massnahmen in der Kultur informiert.

Hier gehts zur Videoübertragung (ab Min. 22:50 zur Kultur)

Hier ein Überblick über die wichtigsten Massnahmen und Links zu den Formularen, soweit vorhanden:

Soforthilfe

Für Kulturunternehmen Gesuchsplattform des Kantons Luzern

Ausfallentschädigung für Kulturschaffende – Formular in Bearbeitung Gesuchsplattform des Kantons Luzern  (ab 6. April 2020)

Für Soforthilfe für Kulturschaffende hat der Bundesrat Suisseculture Sociale als zuständige Stelle bestimmt: Formular in Bearbeitung Gesuchsplattform von Suisseculture Sociale (voraussichtlich ab 6. April 2020)

Kurzarbeit

Was ist Kurzarbeit?

Formular: Voranmeldung Kurzarbeit

Datenerfassung für Lohneinbussen

Sind Lohneinbussen entstanden infolge von abgesagten Filmdrehs, abgesagten Veranstaltungen, Kinovorführungen etc. empfehlen wir das via ergänztes sonart-Formular zentral zu dokumentieren.

Datenerfassung via Sonart

Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt.

Nothilfefonds für Kulturschaffende

Der Bundesrat hat am Freitag, 20. März Notfallmassnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus im Kultursektor beschlossen. Er stellt für die nächsten 2 Monate 280 Mio Franken für Kulturschaffende zur Verfügung.

Die Verordnung enthält drei Massnahmen:

Soforthilfe für Kulturunternehmen und Kulturschaffende
(Abwicklung für Kulturunternehmen über die Kantone, für Kulturschaffende über Suisseculture)

Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen und Kulturschaffende
(Abwicklung über die Kantone, der Bund trägt die Hälfte der Kosten, welche die Kantone zusprechen)

Unterstützung von Laien-Vereinen im Bereich Musik und Theater

Film Zentralschweiz ist in Kontakt mit den Verbänden und Interessenvertretern auf nationaler und kantonaler Ebene und informiert laufend, wie Filmschaffende ihre Entschädigungen geltend machen können.

Auf www.suisseculturesociale.ch werden demnächst alle Informationen zu finden sein zur Soforthilfe. Suisseculture erarbeitet zur Zeit die Kriterien und Modalitäten.

Interview mit Pro Helvetia Direktor Philipp Bischoff (Mitglied der Konzeptgruppe). Er erklärt wie das Hilfspaket zustande kam, im Tages-Anzeiger.

Alle Informationen des BAK zum heutigen Beschluss sind hier.

ABGESAGT: Einladung zur Infoveranstaltung: Soziale Sicherheit im Kulturbereich

Gemeinsam mit der IG Kultur Luzern und unseren Partnerverbänden t.Zentralschweiz, Visarte Zentralschweiz und Other Music Luzern organisieren wir eine Informationsveranstaltung zum Thema:

Soziale Sicherheit im Kulturbereich
oder
Wie lässt sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern?

Wie könnten familienfreundliche Arbeitsbedingungen aus Sicht von Kulturinstitutionen aussehen? Wie lassen sich familienfreundliche Arbeitsbedingungen im Teilzeiterwerb oder in der Selbstständigkeit verwirklichen? Wie können allfällige negative Folgen in der Altersvorsorge abgefedert werden?

Wann: Dienstag, 17. März, 18.15 bis 19.30 Uhr
Wo: Treibhaus Luzern, Spelteriniweg 4, 6005 Luzern
Programm (Flyer):

  • Regine Helbling (Geschäftsstellenleiterin Visarte Schweiz) – Referat: Kunst machen und Kinder haben – ein Tabu in der Kunstwelt?
  • Manuel Kühne (Selbstständiger Theaterschaffender)
  • Romana Lanfranconi (Filmschaffende und Produzentin, Voltafilm GmbH)

Und wer kümmert sich um die Kinder?
Damit alle Kulturschaffenden mit Kindern die Veranstaltung besuchen können, haben wir einen Hort eingerichtet.
Die kompetenten Kinderbetreuerinnen und -betreuer vom Pfasyl werden sich um unsere lieben Kleinen kümmern, während die Eltern sich die Input-Referate anhören und in Ruhe netzwerken können. Aus organisatorischen Gründen sind wir froh um eine Anmeldung.

Achtung: Die Anmeldung gilt nur für den Hort – die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich!

 

«Hexenkinder» von Edwin Beeler im Kino

Der neue Dokumentarfilm von Edwin Beeler «Hexenkinder» kommt am 2. April in die Deutschschweizer Kinos.

Der Filmemacher und Gewinner des Innerschweizer Kulturpreises Edwin Beeler («Die weisse Arche», «Arme Seelen») holt in seinem Film ein vergessenes Stück Schweizer Zeitgeschichte hervor. Er erzählt die Geschichte von fünf «zwangsversorgten» Heimkindern, die im Namen der Religion gequält wurden. Mit grösster Sorgfalt und hohem Respekt begegnet er den Protaginistinnen und Protagonisten, die berührend, eindringlich und intensiv aus ihrer Jugend erzählen.

Vorpremieren in Anwesenheit des Filmregisseurs und Filmmitwirkenden:

Einsiedeln, Kinoboxx: Donnerstag, 12. März

Luzern, Bourbaki 1:  Sonntag, 29. März, 13.30h

Zürich, Riffraff 1: Sonntag, 29. März, 18.30h

Chur, Kinocenter: Montag, 30. März, 18.30h

Zentralschweizer Animationsfilm an der Berlinale

An der Berlinale (20.2.-1.3.) feiert auch ein Zentralschweizer Animationsfilm seine Weltpremiere. Der Animationsfilm «Der kleine Vogel und die Bienen» der Luzernerin Lena von Döhren ist im Wettbewerb Generation ausgewählt worden.

Der Kinderfilm, der die Abenteuer eines kleine Vogels im frühsommerlichen Wald beschreibt, wurde von der Berner Filmproduktion SCHATTENKABINETT GmbH produziert und in Luzern und Bern hergestellt.

Herzliche Gratulation!

Upcoming Film Awards: Dejan Barac und Lasse Linder gewinnen

Der Preisregen für Absolventen Hochschule Luzern – Design & Kunst geht weiter. Lasse Linder und Dejan Barac gewinnen Preise bei den Upcoming Awards der Solothurner Filmtage, welche am Samstag, 24. Janaur verliehen wurden.

Der mit CHF 15’000.- dotierte Nachwuchspreis SUISSIMAGE / SSA geht an Dejan Barac für «Mama Rosa». Lasse Linder erhält einen Entwicklungsbeitrag (CHF 5000.-) des «Upcoming Lab» für «Another Day in the Garden»(Dokumentarfilm)

Der Wettbewerb «Upcoming Talents» umfasste 22 Kurzfilme aller Genres. Die Jury, bestehend aus Eva Vitija (Regisseurin), Joëlle Bertossa (Produzentin) und Fulvio Bernasconi (Regisseur) sagen zu ihrer Entscheidung: «Der sehr persönliche und mit klugen Regieentscheiden umgesetzte Film hat uns tief berührt und mit universellen Fragen des Menschseins konfrontiert: Dem Eingesperrtsein in einer ohnmächtigen Situation, dem nicht genügend Anerkennung bekommen und dem immer nur zu geben. Der Protagonistin Mama Rosa wird mit diesem Film der Respekt zurückgegeben, den sie in ihrem Leben vermisst.»

Dejan Barac lebt in Kriens. Mit «Mama Rosa» schloss er den Bachelor in Regie an der HSLU (Hochschule Luzern – Design & Kunst) ab. Der 20-minütige Dokumentarfilm ist eine Hommage an seine Mutter.

Herzliche Gratulation!

Nacht der Nominationen: Hochschule Luzern ist gut vertreten

Ein Abschlussfilm und drei Alumni der Hochschule Luzern – Design & Kunst sind unter den Nominierten, welche am Donnerstagabend, 23. Januar in Solothurn an der Nacht der Nominationen bekanntgegeben wurden.

«Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder (Produktion Hochschule Luzern – Design & Kunst, Video) ist nominiert für den Schweizer Filmpreis, bester Abschlussfilm (Bild oben).

Dazu sind drei Alumni der Hochschule Luzern – Design & Kunst bei den Nominierten.

Mischa Hedinger «African Mirror» (Nomination bester Dokumentarfilm), Maja Gehrig «Average Happiness» und Michael Frei «Kids» (beide Nominationen bester Animationsfilm).

Herzliche Gratulation allen Nominierten!

Alle Nominationen hier.

FilmRegioBrunch an den Solothurner Filmtagen

Der FilmRegioBrunch der regionalen Film-Verbände findet zum dritten Mal statt. Am Freitag, 24. Januar lädt Film Zentralschweiz seine Mitglieder und Interessierte wieder ein, gemeinsam mit Balimage, Bern für den Film, Associazione Film Audiovisivi Ticino, Fonction Cinéma, und Zürich für den Film. Die Filmschaffenden aus allen Regionen treffen sich zum offenen Austausch. Dieses Jahr gibt es ein Panel mit Inputs zum Thema: «Chancen und Risiken von interregionalen Co-Produktionen» Und natürlich wieder einen Brunch mit regionalen Spezialitäten!
Alle Interessierten sind eingeladen.

Freitag, 24. Januar

Gasthaus Adler,
(Berntorstrasse 10, 1. Stock)
09:45 Uhr Eintreffen
10:15 Uhr Panel: «Chancen und Risiken von unterregionalen Co-Produktionen

Anmeldung erwünscht hier: Anmeldung.

Zentralschweizer Filme an den 55. Solothurner Filmtagen

Zentralschweizer Filmschaffende sind gut vertreten an den diesjährigen Solothurner Filmtagen (22.-29.1.2020), der jährlichen Werkschau des Schweizer Films. Engagierte Dokumentarfilme und viele Kurzfilme von jungen Filmschaffenden prägen das Bild.

Premiere feiert der Dokumentarfilm «Unter einem Dach» (Bild oben) von Maria Müller. Die Luzernerin hat das Zusammenleben eines Schweizer Ehepaars mit einer Flüchtlingsfamilie aus Syrien filmisch begleitet. Ausgewählt für die Werkschau sind unter anderen auch die engagierten Kino-Dokumentarfilme «Nach dem Sturm» (Beat Bieri und Jörg Huwyler), «Die Rückkehr der Wölfe» (Thomas Horat) und «Kopf oder Zahl» (Rainhard Manz) zur Steuerpolitik des Kantons Luzern. Sie laufen im Programm Panorama.

Starker Nachwuchs gut vertreten

In der Sektion Upcoming Talents sind sieben Kurzfilme aus der Hochschule Luzern – Design & Kunst nominiert. Zu sehen sind unter anderen die Dokumentarfilme «Mama Rosa» von Dejan Barac, der am Filmfestival Locarno diesen August den pardino d’oro gewann, «Nachts sind alle Katzen grau» (Lasse Linder) der schon mehrfach international ausgezeichnet wurde oder der Animationsfilm «Das Leben ist eines der Leichtesten» von Marion Nyffenegger. Die Filme sind alle nominiert für den Nachwuchspreis von Suissimage.

Für den traditionellen Trickfilmwettbewerb gehen zwei Zentralschweizer Produktionen an den Start: «Schweinerei» (Vera Falkenberg,Stephanie Thalmann und Livia Werren) eine Produktion der Hochschule Luzern – Design & Kunst, Animation, sowie «The Lonely Orbit» von Frederic Siegel und Benjamin Morard.

Die Auswahl der Animationsfilme ist stark geprägt von Absolventen der Luzerner Hochschule. Mehr als 70% der für den Trickfilmwettbewerb ausgewählten Animationsfilme stammen von Alumni der Luzerner Talentschmiede.

Im Sonderprogramm Future Lab zu sehen ist auch der 360°-Film «Nachtspiel» von Robert Müller. In dieser Sektion werden Filme gezeigt, welche nicht für die grosse Leinwand konzipiert sind, sondern für eine Projektion mit VR-Brillen.

Hier gehts zum Flyer mit allen Zentralschweizer Filmen und Zeiten an den Solothurner Filmtagen.

Filmbüro gewinnt Zentralschweizer Förderpreis

Bei der letzten Vergabung des Zentralschweizer Förderpreises des Migros-Kulturprozent werden drei Projekte ausgezeichnet. Das Filmbüro erhält 20’000 Franken für die nächsten zwei Jahre. Ebenfalls ausgezeichnet wurden das Variété Caleidoskop mit 30’000 Franken und die online Plattform kultz.ch mit 10’000 Franken.

Film Zentralschweiz freut sich sehr über die Anerkennung der geleisteten Arbeit und setzt sich weiterhin tatkräftig für das Zentralschweizer Filmschaffen ein. Herzlichen Dank!

Hier gehts zur Medienmitteilung

Premiere von «Das Rössli die Seele eines Dorfes» der neue Film von Erich Langjahr und Silvia Haselbeck

Ein Film zum Kulturwandel auf dem Land. «Das Rössli, die Seele eines Dorfes» ist eine Langzeitbeobachtung. Dieses Zeitzeugnis erzählt die historischen und baulichen Ereignisse des 1751 erbauten Gasthauses «Rössli» in Root.
Als Vorfilm läuft der Film „Do It Yourself“ von Erich Langjahr. Dieser Film wurde soeben mit Memoriav restauriert und digitalisiert. Der Film stammt aus dem Jahre 1982 und dauert 9 Minuten. Gedreht wurde der Film in der damaligen Mülldeponie in Root.

Die Vorführungen in Zentralschweizer Kinos:
Luzern, Kino Bourbaki am Sonntag den 24. November 2019, 10:30 Uhr (ausverkauft)
Sonntag, 1. Dezember, 10:30 Uhr, weitere Matineen siehe Kinoprogramm
Zug, Kino Seehof am Montag den 25. November 2019 um 20:15 Uhr
Schwyz, Kino Sonntag 24.November um 18:15 Uhr; 25., 26., 29.11 und 2.12. jeweils 16:00 Uhr
Einsiedeln, Cineboxx am Mittwoch den 27. November 2019 20:15 Uhr

Weitere Vorführungen in Kinos der ganzen Schweiz siehe Tagespresse und Website Langjahr-Film.

Kurzfilmtage Winterthur

An den internationalen Kurzfilmtagen Winterthur (5.-10. November 2019) werden auch wieder zahlreiche Zentralschweizer Filme gezeigt, viele Filmschaffende sind vor Ort.

«Ihr» von Amélie Cochet & Louis Möhrle
«Schweinerei» von Vera Falkenberg, Livia Werren & Stephanie Thalmann
«Das Leben ist eines der Leichtesten» von Marion Nyffenegger
«Walk With Me» von Jennifer Meier, Arnold Wagner & Valerie Scheidegger
«Mama Rosa» von Dejan Barac
«Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder

Fünf Kurzfilme, fünf Filmschaffende, fünf Wochen Produktionszeit.

Im Rahmen des Dokumentarfilmprojekts «5x5x5» produzieren afrikanische Filmschaffende in Kooperation mit Studierenden der Hochschule Luzern – Design & Kunst Werke zum Thema «to come, to stay, to leave». Sie beschreiben die Schweiz aus ihrer ganz eigenen Perspektive, erzählen persönliche Geschichten, berühren, überraschen. Gezeigt wird das Resultat zuerst an den internationalen Kurzfilmtagen in Winterthur, 9. November, 17:00 Uhr, anschliessend in Zürich und Luzern.

Mittwoch, 13. November, 20:40 Uhr läuft das Programm im Bourbaki Luzern

Abschlussfeier nach letztem Tatort in Luzern

Am Sonntagabend, 27. Oktober verabschiedete Luzern den Schweizer TATORT im Rahmen einer kleinen Feier im Hotel Schweizerhof.

Nach der Premiere von „Der Elefant im Raum“ würdigte die Film Commission Lucerne & Central Switzerland im Festsaal die vergangenen 9 Jahre der Zusammenarbeit von SRF mit Luzern und den jeweiligen Regisseurinnen, Regisseuren sowie Produzenten. Film Commission Präsident Niklaus Zeier übergab stellvertretend für alle Schauspielerinnen und Schauspieler Kommissar Reto Flückiger alias Stefan Gubser (rechts auf dem Bild) als Erinnerung an die 17 Luzerner Fälle eine von Brigitte Steinemann speziell angefertigte Luzerner Keramik-Tatort-Schale. Zudem gab er am Schluss den Schweizer TATORT-Stab an Olga Zachiriadis von der Film Commission Zurich weiter. Unter den Gästen: Regierungsrat Fabian Peter, Stadtpräsident Beat Züsli und SRF-Direktorin Nathalie Wappler.

Filmstamm mit Frederic Siegel in Zug

Unser nächster Filmstamm findet am Samstag, 2. November, in Zug statt, wo der erfolgreiche Zuger Animationsfilmschaffende (und diesjähriges Jury-Mitglied der Zuger Filmtage) Frederic Siegel über seine aktuellen Arbeit informiert, Moderation: Simon Koenig
Der Filmstamm ist für alle Interessierten offen.

wann: am Samstag, 2. November 16:30 Uhr
Wo: Doku-Zug, Sankt-Oswalds-Gasse 16, 6300 Zug

Anschliessend Apéro (Zuger Filmapéro), dort werden auch weitere Festivalgäste, Nachwuchstalente und die Jury 2019 anwesend sein, in der Altstadthalle, Unter Altstadt 14, 6300  Zug.

Alle sind herzlich eingeladen an die Award Night der 5. Zuger Filmtage (Film: «Cronofobia», Francesco Rizzi). Die ersten 10 Anmeldungen für den Filmstamm erhalten einen Gratis-Eintritt für die Award-Night inkl. Film (Normalpreis 15.-) Beginn Award Night: 20:00 Uhr

Bitte meldet euch an, Mail an: info@filmzentralschweiz.ch

Frederic Siegel, aufgewachsen in Zug, ist Animationsfilmschaffender, visueller Künstler und Mitglied des Kreativkollektivs «Team Tumult». Er verwirklicht eigene künstlerische Projekte, produziert aber auch Auftragsarbeiten und doziert an der Fachhochschule Graubünden in Chur. Er hat an der Hochschule Luzern – Design & Kunst Animation studiert und 2015 mit «Ruben Leaves» abgeschlossen, welcher unter anderem den Schweizer Filmpreis für den besten Abschlussfilm gewonnen hat.
Seither hat er viele weitere Filme und Auftragsarbeiten realisiert, und wird nächstes Jahr das New York-Atelier der Zentralschweiz beleben.
Sein jüngster Film «The Lonely Orbit» (Bild unten) hat gerade am Fantastic Film Festival in Sitges (Spanien) den Preis für «Best animated short film» erhalten.

Letzter Luzerner Tatort

Am Sonntag, 27.10.  wird der letzte in Luzern gedrehte «Tatort» ausgestrahlt: «Der Elefant im Raum». Regie führte der Luzerner Tom Gerber. Ausstrahlungstermin: Sonntag, 27. Oktober, 20:05, SRF 1. Anschliessend online auf SRF Play.